Führen als Prozess
Eine gute Führungskraft zeichnet sich dadurch aus, dass es ihr gelingt, ein starkes Team aufzubauen, mit dem sie gemeinsam auf das Erreichen der gesteckten Ziel hinarbeitet.

MitarbeiterInnen zu führen ist ebenso eine eigene aktive Aufgabe wie Strategien entwickeln, Kundenkontakte pflegen oder komplizierte Fachfragen lösen. MitarbeiterInnen, die hervorragende Fachexperten waren und irgendwann Führungsverantwortung übernehmen, sehen das Führen von MitarbeiterInnen oft nicht als einen eigenständigen Aufgabenbereich. Mitunter sagen sie: "seit ich in der Leitungsfunktion bin, komm ich weniger zum Arbeiten, ständig kommt ein Mitarbeiter mit etwas daher". Dabei wird gerade das von einer Führungskraft erwartet - nämlich, dass sie die MitarbeiterInnen dabei unterstützt, dass sie optimale Leistungen erbringen können. Die Leistung der Führungskraft ist die Leistung des Teams.

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Führen ist keine einmalige Handlung, sondern ein permanenter Prozess der Weiterentwicklung. Sowohl des Unternehmens als auch der MitarbeiterInnen. Innerhalb dieses Kontinuums des Führens werden 5 charakteristische Phasen, die jeweils unterschiedliche Anforderungen an die Führungskraft stellen, unterschieden.

Ziele vereinbaren
In einer partizipativen Diskussion mit den MitarbeiterInnen die Ziele vereinbaren. Ziele einer Abteilung oder eines Unternehmens umfassen nicht nur das Erreichen von Umsatzzahlen, sondern es können auch qualitative Ziele wie Umgang mit Kunden, interne Kommunikation usw. formuliert werden. Ziele geben Orientierung und erleichtern es, Prioritäten zu setzen. Sie sollen herausfordern und motivieren, aber nicht über- oder unterfordern.

Planen
Planung ist in die Zukunft gerichtet und wird mit zunehmender Erfahrung zusehends realistischer. Genauso wie der Bau eines Hauses im vorhinein geplant wird, sind Geschäftsfälle und Unternehmensstrategien oder Projekte zu planen. Wer nicht plant, der wird verplant.

Entscheiden
Verschleppen von Entscheidungen kann ein Team blockieren. Sich für etwas zu entscheiden, bedeutet auch gleichzeitig sich gegen etwas auszusprechen. Um diesem Dilemma aus dem Weg zu gehen, werden Entscheidungen oft hinausgezögert oder nie klar getroffen. Eine Führungskraft ist darin gefordert, auch unter Ungewissheit und wenn unvollständige Informationen vorliegen, Entscheidungen zu treffen.

Umsetzen
Jedes Ziel und jeder Plan ist nur soviel Wert wie die entsprechende Umsetzungsarbeit folgt. Damit dies passiert ist die Führungskraft aufgerufen zu informieren, delegieren, koordinieren, etc. Häufig wird von Motivieren gesprochen. Manchmal reicht es schon die MitarbeiterInnen nicht zu demotivieren.

Controlling, Optimieren
Als Führungskraft tragen Sie die Verantwortung für die Ergebnisse. Demzufolge tun Sie gut daran, die Umsetzungsarbeit begleitend zu kontrollieren um Abweichungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig korrektive Maßnahmen einzuleiten. Setzen Sie dieses Controlling als eine beratende Dienstleistung für Ihre MitarbeiterInnen ein. Nur kontrolliert und gemaßregelt zu werden, wenn es zu Abweichungen kommt, verunsichert und demotiviert MitarbeiterInnen eher als dass es das Betriebsergebnis verbessert. Fehler sind eine Chance zur Entwicklung und Verbesserung.

Das Controlling ist der Anknüpfungspunkt für neue Ziele. Aufgrund der Erfahrungen, die gesammelt wurden, werden die neuen Ziele formuliert, geplant, entschieden, umgesetzt und schließlich wiederum kontrolliert und neue Ziele gesteckt. In diesem Sinn ist   Führen ein permanenter Prozess der Weiterentwicklung. Jede Maßnahme von heute, zeigt morgen ihre Wirkung. Nicht nur Handeln zeigt Wirkung auch Nicht-handeln zieht Konsequenzen nach sich.

© Verfasserin: Gisela Zechner (Training & Coaching)

 

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